Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Makuladegeneration - Diagnose, Ursachen und Verlauf


Einleitung

Die Makuladegeneration ist eine Augenerkrankung, die mit zunehmendem Lebensalter auftreten kann und die zentrale Sehschärfe beeinträchtigt. Makuladegeneration ist eine Erkrankung, die in sehr vielen Fällen beide Augen betrifft. Oft wird sie zunächst auf einem Auge diagnostiziert, im weiteren Verlauf ist jedoch das andere Auge auch betroffen. Im Folgenden beschäftigen wir uns eingehend mit der Diagnose, den Risikofaktoren und dem Verlauf dieser Erkrankung.


Diagnose

Die Diagnose einer Makuladegeneration erfolgt in der Regel im Rahmen einer augenärztlichen Untersuchung. Der Augenarzt wird die Sehschärfe des Patienten testen und eine Untersuchung des Augenhintergrundes durchführen, um die Makula - den Bereich des schärfsten Sehens - zu untersuchen. Darüber hinaus sollte eine optische Kohärenztomografie (OCT) durchgeführt werden, um detaillierte Schnittbilder der Netzhaut zu erhalten. Diese Untersuchungen ermöglichen es dem Arzt, die Makuladegeneration zu diagnostizieren und ihren Schweregrad zu bestimmen. Gegebenenfalls wird der Augenarzt auch eine Fluoreszenzangiographie zur weiteren Diagnostik anordnen.


Ursachen

Die Ursachen der Makuladegeneration sind weitgehend ungeklärt, aber es gibt einige Faktoren, die als Risikofaktoren gelten:

Ein höheres Lebensalter begünstigt die Entstehung und den Fortschritt der Erkrankung, auch eine familiäre Vorbelastung scheint eine Rolle zu spielen. Weitere Risikofaktoren sind Rauchen und hoher Blutdruck. Bei einer Makuladegeneration sterben die lichtempfindlichen Zellen in der Makula ab, was zu einem zunehmenden Verlust der Sehschärfe führt.

Makuladegeneration Therapie in der Praxis Hancke in Köln

Genetische Veranlagung

Vermutlich spielen genetische Faktoren auch eine Rolle bei der Entwicklung der Makuladegeneration. Menschen mit einer familiären Vorbelastung haben ein erhöhtes Risiko, die Erkrankung zu entwickeln. Besonders Gene, die mit der Regulation von Entzündungsreaktionen im Bereich der zentralen Netzhaut in Zusammenhang stehen, befinden sich im Fokus der Forschung.

Es ist wichtig zu beachten, dass eine genetische Veranlagung nicht zwangsläufig zur Entwicklung der Makuladegeneration führen muss. Es handelt sich vielmehr um einen Risikofaktor, der in Kombination mit anderen Einflüssen das individuelle Erkrankungsrisiko beeinflusst.


Forschungsstand und Zukunftsaussichten

Die genauen genetischen Mechanismen, die der Makuladegeneration zugrunde liegen, sind noch nicht vollständig erforscht. Forscher arbeiten jedoch intensiv daran, die involvierten Gene und deren Wechselwirkungen zu identifizieren, um bessere Behandlungsmöglichkeiten und präventive Ansätze zu entwickeln.

Durch Fortschritte in der Gentechnologie und Genomforschung eröffnen sich neue Perspektiven für personalisierte Therapien. In Zukunft könnte es möglich sein, anhand von genetischen Tests das individuelle Risiko für die Makuladegeneration frühzeitig zu erkennen und präventive Maßnahmen einzuleiten.


Prävention und Lebensstil

Obwohl die genetische Veranlagung einen Einfluss hat, ist es dennoch möglich, das Risiko für die Makuladegeneration durch einen gesunden Lebensstil zu reduzieren. Nichtrauchen, eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse, sowie der Schutz der Augen nicht nur vor UV-Strahlung sondern auch vor blauanteiligem Licht können dazu beitragen, das Risiko für die Erkrankung zu verringern.

Regelmäßige augenärztliche Untersuchungen sind gerade für Menschen mit familiärer Vorbelastung besonders wichtig. Früh erkannt, können schulmedizinische und alternativmedizinische Maßnahmen ergriffen werden, um das Fortschreiten der Makuladegeneration zu verlangsamen und das Sehvermögen möglichst lange zu erhalten.


Verlauf

Die Makuladegeneration kann sich langsam und schleichend entwickeln oder auch schnell voranschreiten. Es gibt zwei Hauptformen der Erkrankung - die trockene Makuladegeneration und die feuchte Makuladegeneration. Die trockene Form ist häufiger und schreitet meist langsam fort, während die feuchte Form aggressiver ist und zu schnellerem Sehverlust führen kann.

Bei der trockenen Makuladegeneration bilden sich in der Makula sogenannte Drusen, Ablagerungen, die zu einer schleichenden Verschlechterung des Sehvermögens führen können. Oftmals geht die trockene Makuladegeneration aber auch mit einer geografischen Atrophie (Schwund der Sehzellen im Bereich der Makula) einher.

Bei der feuchten Makuladegeneration kommt es zu einem pathologischen Gefäßwachstum in der Makula. Diese Gefäße geben Flüssigkeit und Blut in das Gewebe ab und es kommt zu einer raschen Sehverschlechterung.

Es ist wichtig zu betonen, dass die Makuladegeneration eine irreversible Erkrankung ist, das heißt, abgestorbene Sehzellen können nicht wiederhergestellt werden. Dennoch gibt es schulmedizinische Behandlungsmöglichkeiten, die das Fortschreiten der feuchten Makuladegeneration verlangsamen können, und es wird kontinuierlich an neuen Therapieansätzen geforscht, auch in Bezug auf die trockene Makuladegeneration. Alternativmedizinisch kann die MNTH dem Krankheitsverlauf bei trockener sowie auch bei feuchter Makuladegeneration entgegentreten..

Altersbedingte Makuladegeneration

Haufig gestellte Fragen zur Makuladegeneration

AMD - Echte Patientenfragen

Die altersbedingte Makuladegeneration führt in der Regel nicht zu vollständigen Erblindung. Allerdings kann das zentrale Sehen vollständig verloren gehen, was zu massiven Einschränkungen im alltäglichen Leben führen kann. So ist das Lesen, Erkennen von Gesichtern oder anderen feinen Details oft nicht mehr oder nur eingeschränkt möglich. Hilfsmittel wie Lupen oder vergrößernden Sehhilfen können im Alltag zur Unterstützung beitragen.

Die Voranschreiten einer Makuladegeneration kann sehr unterschiedlich sein und ist abhängig von verschieden Faktoren wie zum Beispiel dem Alter, des Allgemeinzustandes und der Lebensweise. Deshalb kann man einen genauen Krankheitsverlauf nicht mit Sicherheit prognostizieren.

Generell kann man aber sagen, dass die Dynamik bei den verschiedenen Formen der Makuladegeneration unterschiedlich ist.

So entwickelt sich die trockene Makuladegeneration meistens allmählich über eine längere Zeit. Es können Monate bis Jahre vergehen, bis es zu stärkeren Sehverschlechterungen kommt.

Im Gegensatz zur trockenen Makuladegeneration kann die feuchte Makuladegeneration innerhalb von Wochen bis Monate erhebliche Sehstörungen verursachen. Es kann u.a. auch zu einem plötzlichen Verlust der zentralen Sehkraft kommen.

Es ist wichtig anzumerken, dass die Geschwindigkeit des Fortschreitens der Makuladegeneration von verschiedenen Faktoren abhängt, einschließlich des individuellen Krankheitsverlaufs, des Alters, des allgemeinen Gesundheitszustands und des Lebensstils.

Neben dem zunehmenden Lebensalter und einer genetischen Disposition spielen Risikofaktoren wie Rauchen und Bluthochdruck eine Rolle.